GL1100 (1980-1983)

Die Honda Gold Wing GL1100 (1980–1983) – Die Evolution des Tourensports

Einführung in die zweite Generation

Nach dem Erfolg der ersten Gold Wing GL1000 brachte Honda 1980 die GL1100 auf den Markt. Diese zweite Generation war das Ergebnis von umfassenden Weiterentwicklungen, die speziell auf die Bedürfnisse von Tourenfahrern zugeschnitten waren. Mit verbessertem Komfort, einem größeren Motor und der Einführung einer vollverkleideten Version wurde die GL1100 zum Inbegriff des Langstreckenmotorrads.

Während die GL1000 ein Pionier war, etablierte die GL1100 die Gold Wing endgültig als das ultimative Tourenmotorrad. Sie war die erste Serien-Gold-Wing mit einer werkseitigen Vollverkleidung und Gepäcksystem – ein Novum in der Branche.

Technische Neuerungen der GL1100

Die Honda Gold Wing GL1100 baute auf den Stärken ihrer Vorgängerin auf und brachte bedeutende technische Verbesserungen:

  • Hubraum-Erhöhung: Der Motor wuchs auf 1.085 cm³, was für mehr Leistung und Drehmoment sorgte.
  • Bessere Fahrwerksabstimmung: Eine längere Schwinge und ein stabileres Fahrwerk sorgten für noch mehr Fahrkomfort.
  • Luftunterstützte Federung: Zum ersten Mal wurde ein Luftfedersystem in der Gabel und im Heck verwendet, um die Federung individuell anpassen zu können.
  • Verbesserte Bremsen: Größere Bremsscheiben sorgten für mehr Verzögerung und Sicherheit.
  • Mehr Komfort für Fahrer und Beifahrer: Die neue Sitzbank war noch ergonomischer, und die Sitzposition wurde weiter optimiert.

Design und Ausstattung

Die zweite Generation der Gold Wing brachte eine wegweisende Veränderung mit sich: die Einführung einer werkseitigen Vollverkleidung. Honda erkannte den Trend, den Zubehörhersteller wie Vetter mit Verkleidungen für die GL1000 gesetzt hatten, und entwickelte eine eigene Lösung.

Besonderheiten des Designs:

  • GL1100 Standard: Ohne Verkleidung, für Puristen und Individualisten.
  • GL1100 Interstate: Die erste serienmäßige Gold Wing mit Vollverkleidung und integriertem Koffersystem.
  • GL1100 Aspencade: Das Topmodell mit luxuriösen Extras wie einer LCD-Anzeige und aufwendigerer Lackierung.

Leistung und Fahreigenschaften

Die GL1100 leistete 81 PS bei 7.500 U/min und lieferte ein verbessertes Drehmoment von 94 Nm. Während die Leistung im Vergleich zur GL1000 nahezu identisch blieb, profitierte das Modell von einer verbesserten Kraftentfaltung und einem spürbar höheren Komfort.

Das weiterentwickelte Fahrwerk, kombiniert mit der Luftfederung, machte die GL1100 zu einem noch besseren Langstreckenmotorrad. Trotz eines höheren Gewichts blieb das Handling dank der optimierten Gewichtsverteilung ausgewogen und stabil.

Modellpflege und Varianten

Während der Produktionszeit von 1980 bis 1983 gab es mehrere Modellvarianten:

  • 1980: Einführung der GL1100 Standard und GL1100 Interstate.
  • 1982: Einführung der Aspencade, mit luxuriöserer Ausstattung und weiter verfeinertem Design.
  • 1983: Letztes Produktionsjahr mit kleineren Verbesserungen, bevor die GL1200 als Nachfolger präsentiert wurde.

Bedeutung der GL1100 für die Motorradwelt

Mit der GL1100 wurde die Gold Wing endgültig zur Königin der Tourer. Die Einführung einer serienmäßigen Verkleidung setzte neue Maßstäbe und ebnete den Weg für noch komfortablere Reisemotorräder. Die Kombination aus Leistung, Komfort und Zuverlässigkeit machte die Gold Wing zu einer Ikone.

Heute ist die GL1100 ein begehrtes Sammlerstück. Besonders die Aspencade-Version gilt als Highlight der zweiten Generation.

Fazit

Die Honda Gold Wing GL1100 war der nächste logische Schritt in der Evolution des Tourensports. Mit innovativen technischen Lösungen, mehr Komfort und einer serienmäßigen Vollverkleidung setzte sie Maßstäbe, die bis heute nachwirken. Wer eine gut erhaltene GL1100 findet, besitzt nicht nur ein leistungsstarkes Motorrad, sondern auch ein echtes Stück Motorradgeschichte.

 



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